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Auszug aus den Spielregeln:
Vorwort von Richard Garfield:
"Willkommen zu
Stonehenge
Ein Kartenblatt und viele verschiedene Spiele. Dies machte
einen großen Teil meiner frühen Faszination für
ein klassisches Kartenspieldeck aus. Mit den Karten konnte
man Mau Mau, Skat, Canasta, Rommé, Doppelkopf, Bridge,
Streitpatience (Anmerkung des Übersetzers: Spiele sind
dem deutschen Kulturkreis angepasst) und viele, viele weitere
Spiele spielen. Meine Eltern besaßen ein ganzes Buch
für klassische Kartenspiele. Wie anders war das doch
bei Schach oder Monopoly.
Als mich Spiele und Spielentwicklung immer mehr in ihren Bann
schlugen, stellte ich fest, dass die Vorgabe - ein Satz Spielmaterial
für eine Spielregel - nicht nur bei den Kartenspielen
nicht stimmte. Ich erfand andere Spiele, die ich auf einem
Schachbrett spielen konnte oder mit Schachfiguren. Manche
waren nur Varianten von Schach, andere aber entfernten sich
weit von ihrem Ursprung. Ich experimentierte mit Kampf-Monopoly
und Poker-Monopoly.
Als ich in die Welt der professionellen Spieleentwickler eintauchte,
erkannte ich, dass viele andere Autoren meine ausufernde Vorstellung
davon teilten, was für unterschiedliche Regeln und Mechaniken
mit dem gleichen Spielmaterial benutzt werden konnten. Regelmäßig
lässt man sich darüber aus, dass man bestimmte Elemente
neuer Spiele anders entwickelt hätte oder kratzt sich
am Kopf und fragt sich, warum man selber nicht auf so eine
brillante Idee für dieses Spielmaterial oder zu diesem
Thema gekommen ist. Dann wuseln wir in unsere Spieleschmieden
und testen das Spiel mit unseren Regeln oder lassen die Geistesblitze
der anderen in unsere Entwicklungen mit einfließen.
Wie natürlich ist es da, dieses Projekt zu beginnen!
Man nimmt ein einfaches, flexibles Thema und einen gewöhnlichen
Satz Spielmaterial. Dem fügt man nun eine Auswahl von
Spieleautoren hinzu, um zu dieser - für alle gleichen
- Vorgabe verschiedene Spiele zu entwickeln. Das klang nach
einer wunderbaren Idee, und aus diesem Grund war ich stolz
mit an Bord zu sein.
Der Plan, wie Mike Selinker ihn mir erläuterte, sah vor,
eine "Brettspiel- Anthologie" zu entwerfen. James
Ernest hatte seit geraumer Zeit mit ähnlichen Ideen geliebäugelt
und Mike fand, dass es an der Zeit war, tatsächlich einige
Autoren für das Projekt zu rekrutieren. Auf das Thema
Stonehenge konnte man sich schnell als stimmungsvolles Grundgerüst
einigen, ohne dass dabei die Arten von Spielen zu stark limitiert
würden. Die Anlage des Monuments selbst bot sich geradezu
dafür an, in einem Spiel verwendet zu werden; es hat
eine eingebaute Laufbahn und alle Sorten von interessanten
inneren Anordnungen. Ein Handels-, Zeitreisen-, Politik- oder
Magieduell-Spiel - alles das kann einfach auf Stonehendge
bezogen werden. Nun, auf jeden Fall spätestens dann,
wenn Du kreativ interpretierst, wozu Stonehenge vielleicht
einmal benutzt worden ist.
James fertigte die ersten Spielpläne an. Die Trilithen
bestanden am Anfang aus Legosteinen, mit denen James gerne
arbeitet. Die anfänglichen Konzepte für das Material
enthielten alles Mögliche von dem, was wir Entwickler
zum Entwickeln haben wollen: viele Leisten, Farben, Zahlen
und Buchstaben. Damit das Spielfeld nicht mit Informationen
überladen sein würde, sortierten wir im Laufe der
Zeit einiges wieder aus und beschränkten uns auf die
Elemente, mit denen wir alle noch leben konnten. Richard Borg
versorgte uns mit dem ersten Satz an gewöhnlichen multifunktionalen
Spielsteinen, der gut auf dem Spielfeld einzusetzen war. Wir
entwarfen einen Satz Karten, der auf einige Bedürfnisse
der Autoren zugeschnitten war: Es sollte Sets geben, es musste
Karten geben, die mit Spielplanfeldern übereinstimmten
und so weiter. Wir verteilten bestimmte Typen von Spielen,
damit sich unsere Regeln am Ende nicht zu sehr ähnelten
- als ob so etwas jemals schon passiert wäre...
Dann trudelten auf einmal schon die verschiedenen Spiele ein.
Bruno Faidutti war der erste. Sein Spiel, einen Hohepriester
zu bestimmen, enthielt politische Mechaniken. Schnell folgten
Richard Borgs Kriegsspiel, ein Rennspiel von Mike, ein Auktionsspiel
von James und ein Bluffspiel von
mir.
Und jetzt, wenn Sie unsere Spiele spielen, sich dabei am Kopf
kratzen, sich über die Regeln auslassen und sich dabei
hoffentlich gut unterhalten fühlen, nehmen Sie sich die
Freiheit und überlegen Sie, wie Sie es machen würden.
Wenn dieser Gedanke Sie reizt, probieren Sie Ihre Regeln -
vielleicht lassen Sie einige unserer brillanten Ideen einfließen,
vielleicht auch nicht. Es gibt keinen Grund, warum Sie unsere
Anthologie nicht erweitern dürften!"
-Richard Garfield
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Anfang
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