
Trilithen knallen
von Nicolas
und Volker Hesselmann
Im Auftrag von Nicolas: Als ich Stonehenge in die Finger bekam, hatte ich viel Spaß mit dem Material. Kurze Zeit später saßen die Druiden auf den Trilithen und fuhren auf der Straße auf dem Spielfeld im Kreis. Da diese recht eng war, kam es zu einigen gröberen Zusammenstössen. Papa sah mir dabei eine Zeitlang belustigt zu. Dann setzte er sich plötzlich an den blöden Laptop, mit dem ich nicht spielen darf.
Anzahl der Spieler: 3 oder 4
Spielziel: Wir befinden uns in der Blütezeit der Druiden.
Die einflussreichsten Kulte wollen eine einzigartige Kultstätte errichten:
Stonehenge. Während alle zusammen das Monument errichten, versucht
jede der beteiligten Gruppen durch den Bau der prächtigsten Elemente
aufzufallen. Jeder Spieler spielt einen Kult und versucht, die anderen
an Ruhm zu überflügeln.


Mögliche Startposition

Mögliche Spielsituation
Zubehör:
Für Trilithen knallen benötigt man das Spielfeld, die
Zahlen-Karten, von jeder der fünf Farben 6 Blöcke und für
jeden Spieler einen Trilithen sowie einen Druiden (Spielfigur) und 10
Strukturpunkte (Spielfiguren) einer Farbe.
Spielaufbau:
Die Zahlen-Karten werden in Nacht-Karten und Tag-Karten getrennt. Von
den Nacht-Karten werden die Zahlen 1-5, 7-11 und 13-17 genommen, gemischt
und verdeckt innerhalb des Inneren Rings als Auslage verteilt. Die restlichen
Nacht-Karten sind nicht im Spiel und kommen zurück in die Schachtel.
Die Tag-Karten werden gemischt und jeder Spieler erhält verdeckt
4 Handkarten ausgeteilt. Der Rest kommt als Kartenstapel neben das Spielfeld.
Die 30 Blöcke werden in 6 Gruppen unterteilt, die je einen Block
jeder Farbe enthalten. Eine Gruppe wird genommen und die Blöcke zufällig
auf die Zahlenfelder 1-5 verteilt. Pro Zahlenfeld wird ein Block unter
die Zahl gelegt. Die zweite Gruppe wird auf die Felder 6-10 verteilt und
so weiter, bis jede Zahl auf den Zahlenfeldern mit einem zugehörigen
Block markiert ist.
Jeder Spieler erhält seinen Trilithen und setzt seinem Druiden oben
drauf. Außerdem erhält er die 10 Strukturpunkte seines Trilithen.
Spielablauf:
Die Karambolagestrecke der Trilithen befindet sich auf dem äußeren
Teil des Äußeren Rings, außerhalb der Zahlen selbst.
Ein Trilith steht immer auf zwei benachbarten Zahlenfeldern; je eine Säule
auf einem Feld.
Das Spiel läuft reihum in Spielzügen. Wenn ein Spieler am Zug
ist, nimmt er seinen Trilithen von der der Karambolagestrecke (entfällt
im ersten Zug) und materialisiert ihn an anderer Stelle wieder. Dann versucht
er einen Trilithen eines anderen Druiden zu rammen. Dieses geschieht,
wenn er die passenden Karten in der Auslage aufdeckt. Am Ende eines Spielzugs
werden alle Karten in der Spielfeldmitte wieder verdeckt, die ausgespielte
Karte kommt auf den Ablagestapel neben dem Spielfeld und der Spieler zieht
eine Karte vom Kartenstapel nach. Dann ist der nächste Spieler im
Uhrzeigersinn ist am Zug.
Trilith materialisieren: Der Spieler spielt eine seiner Handkarten
aus und stellt den Trilithen so auf, dass eine der beiden Säulen
auf dem ausgespielten Zahlenfeld steht, die andere auf einem benachbarten
Feld. Beide Zahlenfelder dürfen von keinem anderen Trilithen besetzt
sein.
Kann der Spieler keine Karte spielen, die es ihm erlaubt seinen Trilithen
auf der Karambolagestrecke zu platzieren, muss er aussetzen. Er lässt
in dem Fall seinen Trilithen auf der Strecke stehen und kann beliebig
viele seiner Handkarten offen abwerfen und von Kartenstapel nachziehen.
Bewegung: Nachdem sein Trilith materiali-siert ist, versucht
der Spieler einen anderen Trilithen zu rammen. Zwischen diesen beiden
Trilithen muss mindestens ein freies Zahlenfeld liegen. Der Spieler darf
in jedem Zug wählen, ob er sich im oder gegen den Uhrzeigersinn bewegen
möchte. Je weiter er sich vorher bewegt hat, umso mehr Schaden kann
er den gerammten Trilithen zufügen.
Um sich fortbewegen zu können, muss der Spieler von den Karten in
der Auslage die passenden Karte aufdecken. Ist er dabei erfolgreich, muss
er die Karte des nächsten Feldes passend aufdecken und so weiter.
Schafft er es der Reihe nach alle Karten richtig aufzudecken, um das erste
Feld zu erreichen, auf dem der nächste Trilith steht, ist das Rammen
erfolgreich und er kann Schaden anrichten.
Wird eine Karte falsch aufgedeckt, zieht der Trilith nur die Anzahl der
richtig aufgedeckten Karten weit und der Zug endet ohne Rammen.
Passende Karten aufdecken: Die Karte, die ein Spieler aufdecken muss,
um ein Feld zu betreten wird durch die Farbe des Blocks auf dem zugehörigen
Zahlenfeld bestimmt. Wurde die Farbe schon einmal bei der Bewegung für
das Betreten eines anderen Feldes aufgedeckt, muss eine weitere Karte
derselben Farbe aufgedeckt werden.
Die Reichweite jeder Bewegung ist begrenzt, weil von jeder Farbe nur 3
Karten in der Auslage liegen. Ein viertes Feld der gleichen Farbe kann
man mit einer Bewegung demnach nicht betreten. Schafft ein Spieler es
nicht mit der möglichen Reichweite einen anderen Trilithen zu erreichen,
setzt er aus.
Rammen: Wurde ein Trilith erfolgreich gerammt, bekommt dieser
so viele Punkte Schaden, wie freie Zahlenfelder zwischen den beiden Trilithen
vor der Rammbewegung liegen. Der gerammte Spieler muss entsprechend viele
Strukturpunkte seiner Farbe an den rammenden Spieler abgeben. Dann zieht
der rammende Trilith auf das Feld neben dem gerammten Trilithen.
Abprallen: Der gerammte Trilith prallt nun noch so viele Felder weg
vom rammenden Trilithen, wie er Schadenspunkte bekommen hat. Wird dabei
ein weiterer Trilith gerammt, verliert dieser halb so viele Strukturpunkte
(aufgerundet) wie freie Zahlenfelder zwischen den beiden Trilithen vor
der Bewegung liegen. Die Strukturpunkte dafür erhält aber der
am Zug befindliche Spieler.
Auch dieser Trilith prallt nach den gleichen Regeln entsprechend weiter.
Entschädigung: Verliert ein Spieler durch Rammen Strukturpunkte (nicht als Folge von Abprallen), darf er sich verdeckt eine Karte der Auslage anschauen.
Zerstörte Trilithen: Hat ein Spieler nicht mehr genug Strukturpunkte
seiner Farbe übrig, um einen Rammschaden zu zahlen, ist sein Trilith
zerbrochen. Er gibt dem rammenden Spieler den Rest der Strukturpunkte
seiner Farbe, nimmt seinen Trilithen, legt ihn außerhalb der Karambolagestrecke
hin und scheidet aus dem Spiel aus.
Spielende:
Das Spiel endet, wenn nur noch ein Trilith im Rennen verblieben ist. Dieser
Spieler hat mit seinem Druiden einen einfachen Sieg erzielt und wird zum
Sieger gekürt.
Zusätzlich wird gezählt, wer den meisten Schaden ausgeteilt
hat. Wer die meisten fremden Strukturpunkte errungen hat, ist der spektakulärste
Fahrer gewesen, hat dadurch das Publikum für sich gewonnen und ist
der "Sieger der Herzen".
Wenn einem Spieler beides gelingt, hat er einen großen Sieg erzielt
und sein Druide wird von den Zuschauern auf den Schultern zum Festgelände
getragen.
Varianten:
Spiel zu zweit: Bei zwei Spielern steuert jeder Spieler zwei Trilithen
und 6 Handkarten. Der Spieler muss zu Spielbeginn beide Trilithen platzieren.
Wenn er am Zug ist, zieht er aber nur einen davon. Welcher das ist, kann
sich der Spieler aussuchen. Der "Sieger der Herzen" wird nicht
ermittelt.
Längeres Spiel: Wer ein längeres Spiel bevorzugt, kann
jedem Spieler mehrere Leben zugestehen. Dazu bekommt jeder vom nicht benutzten
Material für jedes Leben einen Block zugeteilt. Wenn ein Spieler
seinen ersten Trilithen verliert, gibt er an den Spieler, der ihm die
meisten Strukturpunkte abgenommen hat, einen seiner Blöcke und bekommt
von allen Spielern alle seine Strukturpunkte zurück. Bei Gleichstand
kommt der Block aus dem Spiel. Beim "Sieger der Herzen" zählen
zuerst die gewonnenen Blöcke und dann erst die Strukturpunkte.
Wechselnde Auslage: Um die Lage der Karten in der Auslage zu ändern,
werden je nach Wunsch Zahlen-Karten mit Trilith-Karten gleicher Farbe
ersetzt. Wenn diese aufgedeckt werden, zählen sie als entsprechende
Farbkarte und müssen sofort mit der einer anderen Karte der Auslage
die Position tauschen.
Einfaches Spiel: Man legt von jeder Farbe nur 2 Karten in die Auslage
und spielt ohne Abprallen.
Nicolas geht seit September bis mittags in den Kindergarten und zieht
sich nachmittags sehr gerne Spiele aus dem Spieleregal im Arbeitszimmer.
Da er Regeln gegenüber bisher grundsätzlich skeptisch gegenübersteht,
erfindet er zu jedem Material seine eigenen "Piele". Seine Favoriten
dabei sind aktuell "Hägar ruft zum Beutefest", "Burg
Appenzell", "Formula De" und tatsächlich "Stonehenge".