Riesen Memo
ein Merkspiel von Anuschka Hartmann

Anuschka schreibt: "Schon vor Harry Potter wussten wir, dass es Riesen gibt. Der Umstand, dass schon lange keiner mehr gesichtet wurde, ist nur ein Beweis dafür, dass sie sich heutzutage verflucht gut zu verstecken wissen. Das Riesen kindliche Gemüter haben ist ebenfalls bekannt. Und wie alle Kinder, spielen sie gerne und sind schlampig beim aufräumen. Ich denke Stonehenge ist einfach ein nicht mehr weggepacktes Spiel der Riesen. Ich wette, wenn man die Trilithen umkippen würde, stellte sich heraus, das sie tatsächlich innen hohl sind."

Spieler: 2 bis 5

Spielziel:
Die Spieler sind Riesen, die sich zu einem Spielchen Stonehenge in Wiltshire niedergelassen haben. 25 Farbenpärchen sind unter den Trilithen versteckt. Sie versuchen die zu ihnen passenden Kartenpaare zu finden und dabei die meisten Punkte zu sammeln. Und da es faule Riesen sind, lassen sie das Spielmaterial nach der Partie einfach stehen.

Zubehör:
Für Riesen Memo werden das Spielfeld, die Trilithen, die Zahlen-Karten (ohne Trilith-Karten) je 10 Scheiben in den Farben rot, blau, grün, gelb und weiß und für jeden Spieler eine Spielfigur und 8 Blöcke einer Farbe benötigt.

Spielaufbau:
Die 50 Scheiben werden gemischt und zufällig zu 10 Türmen mit je 5 Scheiben übereinander gestapelt. Dann werden je zwei Türme so auf die Trilithen-Felder gestellt, dass ein Trilithen über sie gestülpt werden kann und beide Türme in den Hohlräumen der Säulen verschwinden. Alle Spieler dürfen versuchen sich dabei merken, wo welche Farbpaare verborgen werden. In dieser Weise werden alle fünf Trilithen aufgestellt. Die zwei Türme in einem Trilithen bilden 5 übereinander liegende Scheibenpaare.

Aus den Zahlen-Karten werden die schwarzen Karten aussortiert. Diese werden nicht verwendet. Der Rest wird gemischt und an der Spielfeldkante mit dem Stonehenge Logo werden wie in der Abbildung zwei Kartenreihen mit je 5 Karten nebeneinander ausgelegt (2 parallele Reihen mit je fünf Karten). Die zwei übereinander liegenden Karten der beiden
5er-Reihen bilden dabei ein Kartenpaar.

In die restlichen Zahlen-Karten bilden den Nachziehstapel. Jeder Spieler stellt seine Spielfigur auf das Zahlenfeld 1 des Äußeren Rings, der als Zählleiste dient. Von seinen 8 Blöcken legt er 5 als Vorrat vor sich und 3 in die Spielfeldmitte. Die Blöcke im Vorrat kann man für Extraaktionen einsetzen.

Spielablauf
Die größeren Spieler überlassen dem Kleinsten den ersten Zug. Dann geht es im Uhrzeigersinn weiter. Jeder Spieler hat in seinem Spielzug drei Aktionen zur Verfügung. Die Aktionen können in beliebiger Reihenfolge und auch mehrfach für folgende Möglichkeiten verwendet werden:

-> Trilithen anheben: Der Spieler darf einen Trilithen anheben und seine Türme offenbaren.

-> Karten verschieben: Der Spieler verschiebt eine der beiden Reihen nach links oder rechts um eine Position. Die Karten die dabei aus der Reihe herausfallen, weil sie nicht mehr Teil eines Kartenpaars sind, werden umgedreht. Es verbleiben somit drei aktive Kartenpaare.

-> Kartenpaar aufnehmen
Wenn der Spieler ein Kartenpaar findet, das zu einem offenen, aktiven Scheibenpaar passt, nimmt er das Scheibenpaar vorsichtig zu sich und legt es offen vor sich ab. Farblich passende Scheiben werden zueinander gestellt. Dann zieht er den kleineren Wert vom größeren Wert des Scheibenpaars ab und bewegt seine Spielfigur

0 Felder weiter bei einem Ergebnis kleiner als 10
1 Felder weiter bei einem Ergebnis zwischen 10 und 19
3 Felder weiter bei einem Ergebnis von 20 oder mehr

Anschließend nimmt er beide Zahlenkarten auf die Hand.

Wird ein oder mehrere der Kartenpaare aufgenommen, ist das Raster für den Rest des Spielzugs kleiner. Beim Karten verschieben werden die leeren Stelle übersprungen.


Weitere Aktionen kaufen
Innerhalb eines Spielzuges kann ein Spieler jederzeit weitere Aktionen kaufen, indem er einen seiner noch vorhandenen Blöcke in die Spielplanmitte legt.

Hat ein Spieler alle seine Aktionspunkte verbraucht, füllt er leere Positionen in den Kartenreihen mit Karten vom Stapel. Abschließend darf er noch beliebig Handkarten abwerfen. Die abgeworfenen Handkarten kommen aus dem Spiel, nicht auf den Ablagestapel. Für jeweils zwei abgeworfene Handkarten darf sich der Spieler einen seiner Blöcke aus der Spielfeldmitte zurück in seinen Vorrat nehmen. Die so erlangten Blöcke dürfen erst im nächsten Zug des Spielers eingesetzt werden.

Erschöpfter Nachziehstapel: Ist der Stapel beim Auffüllen erschöpft, drehe den Ablagestapel um und benutze ihn als neuen Stapel. Ist auch dieser erschöpft, entfällt das Auffüllen. Wenn nun Karten verschoben werden, kommt die aus dem Raster fallende Karte sofort auf die freie Position.

Leerer Trilith: Wenn ein Spieler zu dem letzten Scheibenpaar eines Trilithen die passende Kartenreihe gefunden hat, bekommt er zusätzlich den Trilithen, den er in seinen Vorrat stellt.

Keine passenden Kartenpaare: Sollte die seltene Situation eintreten, dass kein passendes Kartenpaar zu den fünf aktiven Scheibenpaaren zustande kommt (z. B. Wenn bei jedem Scheibenpaar eine blaue Scheibe liegt und keine blaue Karte ausliegt), werden beide Kartenreihen komplett ausgetauscht und das Spiel dann fortgesetzt.

Mehr als 30 Punkte: Passiert er dabei im Spielverlauf die Grenze von Feld 30 und Feld 1 (also wenn er den Zählring einmal umrundet hat) legt er einen seiner Blöcke aus der Spielplanmitte auf Feld 1. Liegen in der Spielfeldmitte keine Blöcke seiner Farbe mehr, muss er einen aus seinem Vorrat nehmen.

Spielende

Das Spiel endet sofort

bei 2 und 3 Spielern - wenn drei Trilithen geleert sind
bei 4 und 5 Spielern - wenn vier Trilithen geleert sind

Schlusswertung:

Jeder Trilith im Vorrat eines Spielers bringt 3 Punkte.
Der Spieler mit den meisten Scheiben erhält 5 Punkte.
Der Spieler mit den meisten Handkarten einer Farbe erhält 5 Punkte
Der Spieler mit den zweitmeisten Handkarten einer Farbe erhält 2 Punkte
Bei Gleichstand erhalten alle am Gleichstand beteiligten Spieler 1 Punkt weniger.

Wer jetzt die meisten Punkte hat, gewinnt das Spiel.

Tipp: Bei der Überlegung, welche Handkarten man vielleicht abwerfen möchte, kann man sich die vor den Spielern liegenden Scheiben ansehen. Hier ist immer zu sehen, welcher Spieler wie viele Karten einer Farbe auf die Hand bekommen hat. Man kann natürlich nicht einsehen, welche dieser selber schon abgeworfen hat.