Erbaut Stonehenge!
ein Bauspiel von Dustin D. Trammell

Dustin schreibt: "Nachdem ich Stonehenge gekauft hatte und mir die vielen schon vorhandenen Ideen angesehen habe, war ich am Ende doch davon enttäuscht, dass es noch kein Spiel darüber gab, der den Bau vom ganzen Monument im Mittelpunkt hatte. Als großen Stonehenge-Fan und Hobby-Spieleerfinder sah ich mich durch die Anthologie dazu aufgefordert dieses Projekt selber anzugehen."

Anzahl der Spieler: 3 bis 4

Spielziel:
Wir befinden uns in der Blütezeit der Druiden. Die einflussreichsten Kulte wollen eine einzigartige Kultstätte errichten: Stonehenge. Während alle zusammen das Monument errichten, versucht jede der beteiligten Gruppen durch den Bau der prächtigsten Elemente aufzufallen. Jeder Spieler spielt einen Kult und versucht, die anderen an Ruhm zu überflügeln.


Mögliche Startposition für 4 Spieler


Mögliche Spielsituation für 4 Spieler

Zubehör: Für Erbaut Stonehenge! wird das Spielfeld, alle 5 Trilithen, die Zahlen-Karten, die Trilith-Karten, 10 neutrale Steinblöcke (Blöcke) und für jeden Spieler einen Satz aus 10 Doleriten (Scheiben), 9 Steinblöcken bei 3 Spielern (7 bei 4 Spielern) und einem Druiden (Spielfigur) in einer Farbe benötigt.

Spielaufbau: Das Spielfeld wird in die Tischmitte gelegt. Der Bereich zwischen Äußeren Ring und Spielfeldecke bildet je einen Bauhof. Jeder Spieler wählt davon einen und erhält seinen Satz Spielmaterial, den er vor sich legt.
Die Trilithen werden in ihre Einzelteile zerlegt und mit den neutralen Steinblöcken neben das Spielfeld gelegt. Die Zahlen-Karten werden gemischt und jedem Spieler drei Handkarten verdeckt ausgeteilt. Zu den restlichen Zahlen-Karten werden dann die Trilith-Karten dazu gemischt und der Stapel wird als Projektstapel verdeckt neben das Spielfeld gelegt. Drei Karten kommen offen neben den Projekstapel in eine Auslage. Die Karten sind die Bauprojekte.

Spielablauf:
Ein Startspieler wird ausgelost. Das Spiel läuft reihum in Zügen. Jeder Spielzug besteht aus drei Teilen: 1. Bauphase, 2. Nachziehphase und 3. Projektphase. Wenn Stonehenge komplett erbaut wurde, endet das Spiel und es kommt zu einer Wertung. In der ersten Runde spielt jeder nur die Projektphase.

Bauphase:
Wenn der Spieler ein Bauprojekt in seinem Bauhof liegen hat, entwickelt sich dieses einen Schritt weiter wie folgt:
-> Ein verdecktes Bauprojekt wird aufgedeckt und der Bauplatz mit einem Druiden besetzt (siehe Bauplatz besetzen).
-> Handelt es sich um einen Dolerit oder einen Steinblock, wird dieser auf dem Bauplatz errichtet.
-> Der Bau eines Trilith braucht vier Schritte: Beim 1. und 2. Schritt erhält der Spieler je eine Säule; beim 3. bekommt er den Deckstein und er markiert den Trilithen mit einem seiner Doleriten; beim 4. errichtet der Spieler den Trilithen auf dem Bauplatz.
Wird ein Element gebaut, nimmt der Spieler seinen Druiden vom Baufeld zurück in seinen Vorrat.
Wenn ein Spieler einen Steinblock auf einem Zahlen-Feld seiner Spielerfarbe baut, legt er die Karte des Bauprojekts offen in seinen Vorrat ab. Sie zählt als politische Einflusskarte und kann dazu genutzt werden, andere Fraktionen sabotieren. In jedem anderen Fall wird die Karte aus dem Spiel genommen.

Neutrale Steinblöcke: Wenn ein Spieler einen Steinblock bauen soll, aber sein Vorrat erschöpft ist, nimmt er einen neutralen Steinblock. Der erste Spieler, der dies tut, legt den Rest der neutralen Steinblöcke in seinen Vorrat. Ihm gehören am Spielende alle neutralen Steinblöcke, auch wenn diese im weiteren Verlauf von anderen Mitspielern gebaut werden müssen.
Doleriten kann ein Spieler nur so lange bauen, wie er welche im Vorrat hat.

Nachziehphase:
Hat der Spieler kein Bauprojekt im Bauhof liegen und sein Druid vollführt keine Rituale am Altar (siehe Sabotieren), ergänzt er seine Handkarten wieder auf drei.
Er hat die Wahl zwischen Karten aus der Auslage oder welche vom Projektstapel. Die Auslage wird erst nach dem Auffüllen der Handkarten wieder auf 3 ergänzt.
Liegt eine Trilith-Karte in der Auslage, muss er diese nehmen, und sofort in seinen Bauhof legen. Zieht der Spieler eine Trilith-Karte vom Projektstapel, muss er sie sofort in seinen Bauhof legen. Muss ein Spieler seine Hand mit zwei Karten auffüllen und er bekommt als erstes einen Trilithen, muss er als zweite Karte eine offene Zahlenkarte nehmen.

Projektphase:
Wenn der Spieler kein Bauprojekt liegen hat, spielt er ein neues von seinen Handkarten in seinen Bauhof. Jeder Spieler kann immer nur ein Bauprojekt ausliegen haben.
Mit Zahlen-Karten kann man Steinblöcke oder Doleriten bauen. Eine Tag-Karte muss verdeckt in den Bauhof ausgespielt werde und braucht dadurch länger in der Fertigstellung. Eine Nacht-Karte wird offen gespielt.
Trilith-Karten werden offen in den Bauhof ausgespielt und sind für den Bau eines Trilithen bestimmt.

Trilith-Projekt klauen:
Anstatt ein eigenes Bauprojekt zu spielen, kann der Spieler auch ein noch nicht mit einem Dolerit markiertes Trilith-Bauprojekt eines Mitspielers klauen. Dazu muss er diesem zwei Handkarten Entschädigung geben, deren Kartenfarbe jeweils entweder der Farbe des zu entschädigenden Spielers oder der des Trilith-Bauprojektes (Farbe der Trilith-Karte) entsprechen muss.
Die Trilith-Karte mit allen schon vorhandenen Säulen wechselt dann den Spieler und der entschädigte Spieler muss sofort seine Handkarten durch Abwerfen auf 3 reduzieren. Die abgeworfenen Karten kommen unter den Projektstapel.

Bauplatz besetzen: Sobald ein Spieler in der Bauphase oder der Planungsphase ein offenes Bauprojekt im Bauhof liegen hat, besetzt er mit seinem Druiden einen passenden Bauplatz.
Bei einer Trilith-Karte besetzt der Spieler ein freies der 5 Trilithenfelder.
Bei einer Zahlen-Karte setzt er den Druiden auf ein freies Zahlenfeld gleicher Farbe auf dem Äußeren Ring, um einen Steinblock zu bauen.
Ist das Zahlenfeld der ausgespielten Karte schon bebaut, kann er statt dessen auch einen Doleriten bauen. Er setzt den Druiden auf ein beliebiges, freies der 19 Doleritenfeldern im Zentrum des Spielfelds.
Kann der Spieler mit der Zahlenkarte kein Projekt mehr bauen, darf diese von ihm nicht gespielt werden. Ein Spieler, der kein Bauprojekt mehr ausspielen kann, ist blockiert und darf bis zum Spielende nicht mehr agieren.

Sabotieren:
Ein Spieler kann in seinem Zug eine seiner politischen Einflusskarten einsetzten, um die Reputation eines Mitspielers in Frage zu stellen. Dieser Spieler ist darauf hin dazu gezwungen, sein Bauprojekt zu unterbrechen. Bauprojekte mit Zahlen-Karten werden ganz abgebrochen und die zugehörige Karte wird unter den Projektsstapel gelegt. Ein Trilith-Bauprojekt bleibt in seinem Bauhof liegen, aber der Druide verlässt den besetzten Bauplatz.
Der Spieler muss zwei Bauphasen lang seinen Ruf durch Rituale wieder herstellen. Er legt seinen Druiden auf den Altarstein. In der nächsten Bauphase setzt er aus und stellt nur seinen Druiden wieder auf. Bei der darauf folgenden Bauphase setzt er noch einmal aus und stellt bei einem laufenden Trilith-Bau seinen Druiden zurück auf einen Trilith-Bauplatz oder nimmt ihn andernfalls zurück in seinen Vorrat.
Solange ein Druide am Altar mit Ritualen beschäftigt ist, kann er keine Projektkarten nachziehen, neue Bauprojekte ausspielen, Trilithen-Projekte klauen oder selber andere Spieler sabotieren.

Spielende:
Sobald alle 5 Trilithen, 19 Doleriten und 30 Steinblöcke errichtet wurden oder alle Spieler blockiert sind, endet das Spiel und es kommt zu einer Wertung.

Jeder Spieler erhält nun wie folgt Ruhmpunkte für seine Bauten:
für seine gebauten Steinblöcke:
(Der Spieler, dem die neutralen Steinblöcke gehören zählt diese mit zu seinen.)
-> 1 Ruhmpunkt für jeden gebauten
-> +1 Ruhmpunkt für je 2 benachbarte
-> +5 Ruhmpunkte für jeden Block mit 4 oder mehr benachbarten
Beispiel: Eigene Steinblöcke auf den Feldern 3,4,5,6,7 bringen 14 Rumpunkte (5x1 weil fünf Blöcke + 4x1 für die 4 benachbarten Paare 3&4, 4&5, 5&6 und 6&7 + 5 für einen Block von 4 oder größer).

für gebauten Doleriten:

-> 2 Rumpunkte für jeden gebauten
-> +1 Ruhmpunkt für je 2 benachbarte
-> +5 Ruhmpunkte für jeden Block mit 3 oder mehr benachbarten

für gebauten Trilithen:
-> 8 Ruhmpunkte für jeden gebauten
-> +5 Ruhmpunkt für je 2 benachbarte


Dustin D. Trammell kümmert sich als Forscher tagsüber darum den elektronischen Datenschutz zu verbessern und mutiert nachts zum Spieler und Spieleerfinder. Vorträge in aller Welt nutzt er dazu die örtliche Spielefauna zu bestaunen. Zu seinen Lieblingsspielen gehören 'Go', 'Magic: Die Zusammenkunft', 'Dungeons & Dragons' und das legendäre MAD-Spiel 'Spion gegen Spion'.